Burgfest in Burghausen 2008

Unsere Marktberichte:

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Herbstmarkt Burgruine Aggstein
   4.10. - 5.10.2008
Gaudium zur Purg in Purgstall
   5.9. - 7.9.2008
Mittelalterfest Golling
   30.8. - 31.8.2008
Spectaculum zue Durrencrute
   16.8. - 17.8.2008
Burgfest Burghausen
   11.7. - 13.7.2008
Mittelalterfest Traun
   17.5. - 18.5.2008
v.A.
Mittelalterfest Burgruine Aggstein
   19.4. - 20.4.2008

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Mittelaltermärkte 2007

11.7. - 13.7.2008

Zum zweiten Mal ...

Im letzten Jahr war Burghausen für einige von uns ein echtes Erlebnis.

Also haben wir beschlossen, den Versuch einer Anmeldung zu wagen. Versuch deshalb, weil Burghausen 1. ein Renaissance- und kein Mittelalterfest ist und 2. sehr, sehr viele Gruppen dort lagern möchten. Außerdem ist uns letztes Jahr schon von Lagernden und Händlern gesagt worden, dass die Organisation in Burghausen nicht immer optimal abläuft.

Unsere Anmeldung wurde dann also gleich Anfang des Jahres hinausgeschickt. Wir haben uns nicht allzuviel Hoffnung gemacht, und als nach einer Nachfrage im Mai immer noch keine Antwort eingetrudelt war, hatten wir den Markt schon abgeschrieben. Um so überraschter waren wir dann, als uns 4 Wochen vor dem Fest doch noch die Bestätigung erreichte.


Anreise und Aufbau

Am Freitag früh machten sich Tina, Benjamin und Gregor mit dem Transporter schon einmal auf den Weg. Christa, René, Markus und Michael folgten am Nachmittag und Andy schließlich noch am Samstag. So waren wir diesmal mit acht Leuten vertreten und hatten ein Lager mit den 3 Rundzelten und der gesamten Sitzgarnitur aufgebaut.

Wir hatten Glück mit dem Lagerplatz, der sich gleich neben dem Eingang befand. In Burghausen werden nur die Renaissancegruppen innerhalb der Burg platziert. Alle anderen historischen Gruppen befinden sich außerhalb des Burggeländes. Es hätte uns genauso passieren können, dass man uns an den, doch ein gutes Stück entfernten, See verbannt. Statt dessen hatten wir den Markt sozusagen vor der Nase.

Die Sache mit der Organisation hat sich aber leider auch für uns bewahrheitet. Der Lagerplatz war viel zu knapp bemessen und musste mit einer zweiten Gruppe geteilt werden. Die zweite Gruppe war aber vorerst nur mit einem Zelt vertreten, die anderen trafen erst am Samstag ein. Wir mussten beim Arrangieren und Abspannen der Zelte wieder einmal Tetris spielen, damit genügend Platz für die noch fehlenden Zelte bleiben konnte. Dafür waren das dann aber sehr nette Leute, mit denen wir uns auch gut verstanden haben. Sie waren bis Samstag Nachmittag unter unserem Sonnensegel zu Gast, dafür durften wir dann ihre Feuerschale zum Kochen mitverwenden.


Wetterkapriolen

Das Wetter war ... interessant. Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn die Security-Leute durch die Lager gehen und Unwetter- und Sturmwarnungen weitergeben. Aber auch ohne diese Warnungen konnte man schon bald die Gewitter aufziehen sehen. Wolkenberge, deren Farben zwischen Schlagobersweiß, Schwefelgelb, Lilagrau und Blauschwarz wechseln, sind ein hübsches Schauspiel - wenn man in einem trockenen Zimmer sitzt und das Ganze durch ein Fenster beobachten kann.

Für uns bestand das Programm aus doppeltem Abspannen, Zelte gut verschließen, Sonnensegel und Vordach hinunter spannen und dann abwarten und hoffen.
Und das nicht nur einmal.
Zum Glück sind wir nur mäßig nass geworden und die Abspannungen haben gehalten.


Ein Markt für das eigene Vergnügen

Burghausen war für uns als reiner Spaß- und Einkaufsmarkt gedacht und so ist das Wochenende auch abgelaufen. Gemütlich, ohne Verpflichtungen, und einige von uns haben wirklich viel Geld auf diesem Markt gelassen. Vehi Mercatus werden wahrscheinlich einen 'Benjamin-Schrein' einrichten und jeden Tag davor Dankmessen abhalten.

Burghausen sorgt alleine schon durch seine Größe dafür, dass man sich nicht langweilt. Davon abgesehen, dass kaum ein Markt jemals langweilig wird.

Gregor, Michael und Benjamin lieferten sich wahre Kalaha-Schlachten und ließen sich weder von unseren Kommentaren noch von vielen fotographierenden Besuchern davon abbringen. Tja ... dekorativ spielende Jungknappen geben halt ein nettes Fotomotiv. Vielleicht sollten wir das in unser Programm einbauen ... 'Schauspielen' kriegt bei uns gleich eine ganz andere Bedeutung.

Allgemein gesehen waren die Besucher in Burghausen aber weniger interessiert als auf anderen Märkten. Der Kontakt beschränkte sich diesmal auf eine Handvoll Fragen und viele Fotos. Nachdem wir aber auf diesem Markt ohnehin nur MA-Urlaub machen wollten, war uns das ganz recht. Wir hatten ja auch Waffenständer und Rüstzeug zuhause gelassen und auch sonst kein Programm vorgesehen.


Händler und Gastronomie

Das Marktangebot in Burghausen war so gemischt wie letztes Jahr. Von buntem Ramsch bis reenactmenttauglicher Ware war alles zu finden.

Auch die Gastrostände sind gleich geblieben. Wir haben unsere Freunde von der Flammkuchenbäckerei besucht und viel französischen Cidre getrunken. Wir haben beim Dattelschlepper eingekauft und bei diversen anderen Gastrobetrieben Grillhuhn, Gulaschsuppe und Ritterspieß gegessen. Preislich alles in der oberen Mitte angesiedelt - normal also.


Unterhaltung

Burghausen hat wegen seiner großen Ausdehnung eine Menge Programm, das sich leicht verliert. Wie letztes Jahr gab es ein fast ununterbrochenes Programm auf der Bühne und viele Walking Acts.

Der übliche, sehr große Umzug wurde am Samstag von einem heftigen Gewitter überrascht, worauf ein kompletter italienischer Fanfarenzug samt Fahnenschwenker bei uns Unterschlupf suchten.
Auch eine Erfahrung.

Eine Abordnung der Pleyener hat sich auch eingefunden und wir haben einige lustige Stunden verbracht. Wir wissen jetzt mehr, als uns lieb ist ...

Trotz des eher mäßigen Wetters hatte Burghausen viele Besucher. Einige sogar noch direkt vor und während der Gewitter. Robert von Aham, der uns einige Male besucht hat, meinte, dass das sowas wie eine Tradition wäre. Die Burghausener lassen sich auch von schlechtem Wetter nicht von 'ihrem' Markt fernhalten.

In Verbindung damit gilt ein Kompliment auch dieses Mal wieder der 'Klosituation' - insgesamt drei Toilettencontainer (mit hohen Bambusmatten gekonnt verborgen, eine öffentliche Toilette beim Eingang und eine in der Hauptburg selbst. Pro Toilette standen zwei engagierte Damen zur Verfügung und so war alles zu jeder Zeit makellos sauber, mit Toilettenpapier und Handtüchern bestückt und rundherum einladend.


Nasser Abbau

Leider mussten wir wieder einmal im Regen abbauen, haben das aber in einer Stunde gut geschafft. Benjamin hat sich heldenhaft vorgeschmuggelt, damit wir den Transporter auch gleich einräumen konnten. Denn gerade auf dem langgezogenen, engen Burghausener Gelände ist das Zufahren nach Marktende naturgemäß ein Problem.

Ich möchte mich hier noch einmal ganz herzlich bei all denen bedanken, die die nassen Zelte zu Benjamins Vater geschafft und dort aufgehängt haben. Weil ich arbeiten und daher am Montag sehr früh aufstehen musste, war ich besonders dankbar dafür, dass ich diesmal nicht mithelfen musste.


Fazit

Als Fazit lässt sich vielleicht sagen, dass wir es genossen haben, auf einem Markt einfach einmal nichts tun zu müssen. Gerade weil Burghausen so groß ist, kann man sich als Gruppe darin verlieren, ein wenig zwischen all den anderen untertauchen und damit besonders gut entspannen.

Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.

Christa Schwab, 19.8.2008

 

Borte (Seitenabschluß)