Scriptorium - Handarbeiten
Im Mittelalter waren Handarbeiten für jede Frau eine Selbstverständlichkeit, wollte man nicht in Fellen herumlaufen. Kleine Mädchen lernten mit einer Spindel umzugehen bevor sie noch richtig sprechen konnten und die notwendigen Arbeiten um Kleidung für den Haushalt herzustellen gehörten zu den täglichen Aufgaben der Frauen eines Haushalts.
Dabei muss natürlich zwischen den Ständen unterschieden werden. Der Winter war die Zeit, in der man in Bauersfamilien Wolle und Leinen spann, Tuch webte und Kleidung nähte. Verzierungen waren Luxus der höchstens auf einem seltenen Satz Festtagskleidung seinen Platz fand. Eine Dame des Hochadels widmete sich dagegen eher dem Weben von Borten und der Stickerei mit edler Seide, Metallfäden und Schmucksteinen. Das Spinnen und Nähen war die Arbeit der Bediensteten.
Auch im Mittelalter konnten schon Tuche aller Art und auch fertige Borten und anderer Zierrat gekauft werden. Trotzdem wurde der Grossteil des Eigenbedarfs selbst hergestellt.
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Von der Faser zum Faden |
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Borten, Borten, überall Borten |
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Annesteln, festbinden, zusammenschnüren |
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Knoten statt Maschen |